«Mossad» — die israelische Auslandsnachrichtendienst — hat über Jahrzehnte seiner Tätigkeit einen Mythos der Unbesiegbarkeit geschaffen, der auf einer Reihe berühmter und mutiger Operationen basiert. Diese Aktionen, die sorgfältige Planung, beispiellose Mutigkeit und einen technologischen Ansatz kombinierten, erfüllten nicht nur spezifische Aufgaben zur Sicherung des jüdischen Staates, sondern prägte auch sein Image auf der internationalen Bühne und sandten klare Signale potenziellen Gegnern über die Unvermeidlichkeit der Vergeltung.
Eine der berühmtesten und moralisch unbescholtensten Operationen des Mossad war die Entführung des nationalsozialistischen Kriegsverbrechers Adolf Eichmann im Jahr 1960 in Argentinien, eines der Hauptorganisatoren des Holocaust. Die Agenten verfolgten den Mann, der unter dem Namen Ricardo Klemente lebte, über zwei Jahre lang. Die Operation war ein Muster der Präzision: Eichmann wurde auf der Straße ergriffen, als er von der Arbeit zurückkehrte, in eine konspirative Wohnung gebracht und mehrere Tage dort festgehalten, um seine Identität zu bestätigen. Dann wurde er heimlich in die Türkei in der Form eines israelischen Piloten, der alkoholisiert war, ausgeflogen, was es ermöglichte, die Aufmerksamkeit der argentinischen Sicherheitsbehörden zu umgehen. Dieser Akt ermöglichte es, einen offenen Gerichtsprozess durchzuführen, der für die historische Erinnerung an die Katastrophe von großer Bedeutung war und den Grundsatz der Unvermeidlichkeit der Strafe für Verbrechen gegen die Menschlichkeit bestätigte.
Der Terroranschlag auf die Olympischen Spiele in München 1972, bei dem elf israelische Sportler ums Leben kamen, löste eine beispiellose nach Umfang und Entschlossenheit gehende Gegenoperation unter dem Codenamen «Gottessohn» aus. Vor dem Mossad stand die Aufgabe, alle an der Planung und Durchführung des Anschlags beteiligten Personen, die der palästinensischen Organisation «Schwarzer September» angehörten, zu eliminieren. Die Agenten suchten Ziele in ganz Europa und dem Nahen Osten auf, wobei verschiedene Taktiken angewendet wurden — von gezielten Liquidationen mit Sprengstoff und Waffen bis hin zu Operationen unter Deckung. Der dramatischste Episoden ereignete sich in Lillehammer, Norwegen, wo ein unschuldiger Kellner, für einen Terroristen gehalten, getötet wurde. Diese tragische Fehlentscheidung zeigte die Risiken und moralische Ambivalenz solcher Kampagnen, aber stoppte die Operation nicht, die Jahre lang andauerte und schweren Schaden an den palästinensischen Terrornetzwerken anrichtete.
Obwohl die Armee die Hauptrolle bei der Operation «Entebbe» 1976 spielte, sicherte der Mossad ihren Erfolg durch entscheidende Spionageinformationen. Als palästinensische und deutsche Terroristen einen Air France-Flugzeug mit israelischen Geiseln entführten und ihn in Uganda, einem Verbündeten Israels, landeten, benötigten die Verbündeten genaue Daten über die Lage der Geiseln, die Anzahl der Terroristen und der ugandischen Militärs sowie die Planung des Flughafens. Mossad-Agenten suchten in Eile einen israelischen Geschäftsmann auf, der zuvor diesen Flughafen gebaut hatte, und nach seinen Plänen wurde ein genauer Modell des Terminals für die Ausbildung der Fallschirmspringer gebaut. Diese Informationen ermöglichten es den Soldaten der Sayeret Matkal, einen schnellen und präzisen Angriff durchzuführen, bei dem fast alle Geiseln befreit wurden.
Im Jahr 2010 zeigte die Operation zur Ermordung von Mahmoud al-Mabhouh, einem der Gründer des militärischen Flügels der Hamas, in einem luxuriösen Hotel in Dubai neue Herausforderungen. Der Akt selbst verlief ohne Fehler, die Folgen waren jedoch unerwartet. Die Dubai-Polizei, die die Aufzeichnungen der Überwachungskameras analysierte, rekonstruierte die Bewegungen fast dreißig Agenten, die gefälschte Pässe aus Großbritannien, Irland, Frankreich und Deutschland verwendeten. Dies verursachte einen schweren internationalen Skandal und diplomatische Spannungen. Die Operation in Dubai wurde zum Symbol des Paradoxons der modernen Spionage: der technologische Fortschritt erleichtert einerseits die Durchführung von Operationen, während andererseits eine totale Überwachungssysteme geschaffen wird, die Konspiration praktisch unmöglich macht. Auf diese Weise hinterlassen auch erfolgreiche Aktionen des Mossad heute einen komplexen digitalen Spur, was die Dienststelle dazu zwingt, sich an neue Realitäten anzupassen.
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