Krokodil auf der Brust. Weiße Polo-Shirt. Grünem Kragen. Das ist Lacoste. Ein Marke, die als Sportausrüstung für Tennisspieler begann und zum Symbol des Stils "casual" und sogar einer Subkultur wurde. Heute ist Lacoste nicht nur Kleidung, sondern eine Aussage: "Ich kenne den Komfort, den Stil und den französischen Charme". Wie hat der kleine Krokodil die Welt erobert?
René Lacoste wurde 1904 in Frankreich geboren. Er war ein Tennisspieler, einer der besten der Welt in den 1920er Jahren. Sein Spitzname war Krokodil (für sein Einfallsreichtum auf dem Court: Er gab keinen Ball ab). 1926 belegte er den ersten Platz im Weltrangliste, gewann die "Roland Garros", Wimbledon und das US Open (nur der Australian Open fehlte).
René war nicht nur ein Sportler, sondern auch ein Erfinder. Er hasste die traditionelle Tenniskleidung — lange Ärmelshirts, die heiß und unkomfortabel waren. 1926 schuf er das erste Polo-Shirt aus atmungsaktivem Trikot-Hanf, mit kurzen Ärmeln, einem Stehkragen und unverschlüsselten Knöpfen. Das war ein Durchbruch.
Er bat einen Freund, einen Kleidungshersteller, solche Shirts mit einem Stickkrokodil herzustellen. So wurde 1933 die Marke La Chemise Lacoste geboren.
Das klassische Lacoste-Shirt ist nicht nur eine T-Shirt. Es ist ein Polo aus jacquardem Hanf (von engl. piqué — "gequillt"), das Luft durchlässt und Schweiß absorbiert. Der Kragen ist weich, drückt nicht. Die Knöpfe sind aus Perlmutt. Der Krokodil ist auf der Brust mit grünen, roten oder blauen Fäden bestickt.
Farbauswahl: Weiß, Schwarz, Blau, Rot, Rosa, Gelb, Grün, Orange. Mit der Zeit wurden auch andere Modelle hinzugefügt (mit langen Ärmeln, Jersey, Pullover). Aber das Polo ist das Herz des Marken.
Größentabelle: 1 (XS), 2 (S), 3 (M), 4 (L), 5 (XL). Ursprünglich für Männer, aber auch Frauen tragen es. Die Kinderlinie ist "Lacoste Junior".
Bei Lacoste gibt es auch andere Kleidung: Jacken, Sweaters, Hosen, Kleider, Röcke, Mützen. Schuhe — Sneaker und Stiefel. Accessoires: Gürtel, Socken, Brille, Parfüm.
In den 1950-60er Jahren trugen Lacoste hauptsächlich Tennisspieler und Golfer (Polo ist ideal für diese Sportarten). Dann wurde die Marke von Kinostars und Intellektuellen entdeckt. 1960 erschien John F. Kennedy in einem Lacoste-Polo beim Urlaub. Der Image — aristokratischer Sport, ohne Prunk.
In den 1970er Jahren wurde Lacoste zur Kleidung der Hippies und Yuppies. In den 1980er Jahren war es ein unverzichtbarer Bestandteil der "casual"-Subkultur (britische Fußballfans trugen Lacoste, um nicht wie Rowdy auszusehen). In den 1990er Jahren — Rapper und Hip-Hop-Künstler.
In den 2000er Jahren wurde Lacoste zum Massenmarkt. Jetzt tragen alle: von Bankern bis zu Studenten. Aber es bleibt immer noch ein Zeichen des "guten Geschmacks", nicht schreiend reich.
Lacoste ist offizieller Partner des Turniers "Roland Garros". Die Schiedsrichter und die Linienrichter sind in der Lacoste-Form (weißes Shirt, grüne Hosen, Kappe) gekleidet. 2026 verlängerte der Markenname den Vertrag bis 2030.
Tennis-Spieler sind das Gesicht von Lacoste: Novak Djokovic (ex-Partnerschaft, von 2018 bis 2024), Daniil Medvedev (ab 2025), Jo-Wilfried Tsonga (beendete seine Karriere). Golfer — Lee Westwood. Squash-Spieler — Gregory Gaultier.
Lacoste produziert Ausrüstung für Tennis, Golf, Squash, Padel-Tennis. Dies sind nicht nur Polos, sondern auch spezialiserte Shorts, Röcke, Kappen, wärmende Jacken für kühle Wetter.
2026 startete Lacoste eine "grüne" Kollektion aus recyceltem Hanf (verwenden alte Polos, recyceln in Fäden). Ziel ist es, bis 2030 auf 100% Eco-Materialien umzusteigen.
Wie trägt man Lacoste im täglichen Leben? Der klassische Fall: weißes Polo + blaue Jeans + weiße Sneaker. Fürs Büro: blaues Polo + beige Chinos + Loafers. Für ein Date: rotes Polo + dunkle Hosen + Leder-Mokassins.
Frauen: weißes Polo (Größe 3) + Jeans-Skinny + Ballerinas; oder rotes Polo + schwarze Röcke-Karando + Sandalen. Kinder: Lacoste Polo + Shorts + Kappe — ideal für die Schule und die Clubs.
Vermeiden Sie das Tragen von Lacoste mit Logos anderer Marken (tragen Sie keine Nike-Sneaker und Adidas-Kappe — das ist übertrieben). Tragen Sie das Polo nicht mit fest verschlossenen Knöpfen (das ist out of style, schließen Sie 1-2 Knöpfe). Tragen Sie Lacoste im Winter ohne Jacke (das Polo-Shirt ist keine Unterhose).
Pflege: Wäsche bei 40°C, nicht bleichen, den Krokodil nicht glätten (er ist bestickt, hält aus, aber besser umdrehen). Das Polo Lacoste wird seit Jahren getragen, nicht verblassen.
Es gibt viele Fälschungen. Original: Der Krokodil ist scharf bestickt, die Zähne sind sichtbar, der Grünton ist intensiv (bei Fälschungen ist der Grünton flau). Das Material ist leicht, "waffelig". Der Kragen und die Manschetten sind aus demselben Material, nicht ausgedehnt. Die Knöpfe sind Perlmutt (berührungsempfindlich glatt, kühl), mit der Aufschrift "Lacoste" auf der Rückseite. Das Etikett: seitlich oder am Kragen, mit dem Zusammensetzung (100% Baumwolle). Die Verpackung: Polyethylensäcke mit dem Bild des Krokodils.
Auf der Fälschung kann der Krokodil geklebt sein, nicht bestickt, die Fäden stehen heraus. Das Material ist Synthese, schlecht atmungsaktiv. Preis: Das Original-Polo kostet 80-120 Euro (in Russland 8.000-12.000 Rubel). Billiger als 50 Euro ist fast sicher eine Fälschung.
Seien Sie vorsichtig bei "Verkauf" in Straßenständen. Kaufen Sie in offiziellen Geschäften, auf der Website, in Flughäfen duty-free.
Der Krokodil wurde zu einem Meme. Sein Muster wird von Designern, Künstlern, Graffiti-Künstlern verwendet. 2018 führte Lacoste die Kampagne "Save Our Species" durch: Ersetzte den Krokodil durch Bilder ausgestorbener Tiere (Panda, Lemur, wilde Hunde). Die Polos wurden auf Auktion für 10.000 Euro verkauft.
2026 brachte Lacoste in Zusammenarbeit mit der Marke "Kith" eine limitierte Serie mit einem Leopardenmuster heraus (Krokodil darüber). In zwei Tagen ausverkauft.
In Filmen: Tragen die Helden von "Crime Story" Lacoste? Nein, aber in "Amélie" (2001) hat die Hauptfigur ein grünes Polo. In "The Social Network" trägt Mark Zuckerberg ein T-Shirt, nicht Lacoste, aber sein Freund Eduardo trägt in Lacoste.
In der Musik: Die Band "The Strokes" tritt oft in Lacoste auf, der Pianist Fabrizio Moretti in einem weißen Polo.
Der erste Lacoste-Laden in Moskau wurde 1992 (im TsUM) eröffnet. Jetzt gibt es in Russland 50 Geschäfte (Moskau, Petersburg, Jekaterinburg, Kasan, Rostow am Don). 2026 wird ein Geschäft in Sotschi (im neuen Einkaufszentrum) eröffnet.
Russen lieben Lacoste wegen der Qualität und des Status. Besonders beliebt sind die Polos für die Väter: weiß, blau und schwarz (die am häufigsten verkauften). Frauen kaufen öfter rosa und blau.
Der weltweite Umsatz von Lacoste im Jahr 2025 betrug 2,5 Milliarden Euro (wuchs um 5% im Vergleich zum Jahr 2024). Die größten Märkte sind Frankreich, die USA, China, Italien, Japan. Russland ist in den Top Ten.
Lacoste ändert die Klassik nicht. Das Polo bleibt so wie es 1933 war. Aber es gibt neue Farben, Muster (Polo mit Streifen, Karos). 2027 wird die "intelligente" Polo mit einem integrierten Feuchtigkeitssensor und Pulsgeber erwartet. Aber das ist noch eine Idee.
Mode ist zyklisch. 2026 Trend: Tragen Sie das Polo heraus, nicht in die Hose stecken. Mit Shorts-Bermuda und Sandalen kombinieren. Der Krokodil auf der Brust ist nicht mehr das Symbol der Neureichen, sondern ein Zeichen bewusster Konsum (natürliche Materialien, Langlebigkeit).
Lacoste ist die Geschichte davon, wie ein Tennisspieler ein Flicken auf ein Shirt nähte und ein Imperium schuf. Heute kennt jeder den Krokodil. Und das ist nicht laute Werbung, sondern Jahre des Vertrauens. Wenn Sie ein Lacoste-Polo tragen, tragen Sie ein Stück Sportgeschichte an. Und ein Lächeln von René Lacoste.
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