Aus wissenschaftlicher Sicht ist Glück nicht nur ein flüchtiges Gefühl, sondern ein komplexes System psychologischer, neurobiologischer und sogar genetischer Faktoren. Wissenschaftler nennen es oft subjektives Wohlbefinden (subjective well-being), das aus drei Hauptkomponenten besteht:
Präsenz positiver Emotionen (Freude, Vergnügen, Ekstase).
Abwesenheit negativer Emotionen (Trauer, Zorn, Angst).
Allgemeines Zufriedenheitsgefühl mit dem Leben (kognitive Bewertung des eigenen Lebens als gut und meaningful).
Lassen Sie uns sehen, was verschiedene Wissenschaften dazu sagen.
Psychologen haben mehrere Schlüsselfaktoren identifiziert, die mit dem Gefühl des Glücks stabil verbunden sind:
Sociale Beziehungen: Dies ist wahrscheinlich der stärkste predictor. Qualitative, tiefe Beziehungen mit der Familie, Freunden und der Gemeinschaft geben uns ein Gefühl der Zugehörigkeit und Unterstützung.
Sinn und Zielgefühl: Menschen, die glauben, dass ihr Leben Bedeutung hat und dass sie einen Beitrag zu etwas Größerem als sich selbst leisten, sind in der Regel glücklicher. Dies kann Arbeit, Hobby, Freiwilligenarbeit oder Sorge für die Familie sein.
Zustand des "Flusses": Die Vertiefung in ein interessantes und leicht komplexes Geschäft, bei dem die Zeit anhält und man vollständig konzentriert ist.
Praxis der Dankbarkeit und Güte: Bewusstes Aufmerksamkeit für die guten Dinge im Leben und die Ausübung altruistischer Handlungen aktivieren die "Belohnungszentren" im Gehirn.
Annahme von sich selbst und eigenen Emotionen: Die Jagd nach ständigem Glück ist kontraproduktiv. Psychisch gesunde Menschen akzeptieren das gesamte Spektrum von Emotionen, einschließlich Trauer, als Teil des Lebens.
Glück hat eine chemische Grundlage. Unsere positiven Gefühle werden durch mehrere Schlüsselneurotransmitter und Hormone verantwortlich gemacht:
Dopamin: oft als "Belohnungshormon" bezeichnet. Es wird freigesetzt, wenn wir etwas Angenehmes erwarten oder erhalten (Essen, Erreichen eines Zieles, Anerkennung). Dies ist ein Motivator und Motor der Wünsche.
Serotonin: reguliert Stimmung, Appetit und Schlaf. Ein niedriger Serotoninspiegel wird mit Depressionen in Verbindung gebracht. Dieses Stoff schafft ein Gefühl der Ruhe und Selbstbewusstsein.
Oxytocin: "Hormon der Umarmungen" oder "Hormon der Liebe". Es wird bei sozialen Kontakten, körperlicher Nähe und Vertrauen freigesetzt. Es stärkt stark soziale Beziehungen.
Endorphine: natürliche "Schmerzmittel". Sie werden im Antwort auf Stress und körperliche Anstrengung (z.B. "Läuferhigh") freigesetzt, schaffen ein Gefühl von Leichtigkeit und betäuben Schmerz.
Wichtiger Schluss: Glück ist nicht ein ständiger hoher Spiegel dieser Substanzen, sondern eher ein gesunder Ausgleich und die Fähigkeit des Gehirns, sie effektiv zu nutzen.
Forschungen an Zwillingen zeigen, dass Glück einen vererbbaren Anteil hat. Wissenschaftler schätzen, dass etwa 30-50% unseres "grundlegenden Glücksniveaus" durch Genetik bestimmt wird. Dies wird als "festgelegter Glückspegel" (happiness set point) bezeichnet.
Nach starken positiven oder negativen Ereignissen (Gewinn im Lotto oder Arbeitsverlust) kehrt der Glückspegel im Laufe der Zeit in der Regel zu dieser individuellen "Punkt" zurück. Dies ist jedoch kein Urteil! Die verbleibenden 50-70% hängen von unseren Gedanken, Handlungen und Verhaltensstrategien ab.
Aus evolutionärer Sicht ist "Glück" ein Mechanismus, der uns motivierte, Handlungen auszuführen, die für das Überleben und die Reproduktion nützlich sind:
Dopamin motivierte zur Suche nach Nahrung und Partnern.
Oxytocin stärkte soziale Beziehungen, die für das Überleben in der Gruppe erforderlich sind.
Das Gefühl der Zufriedenheit nach dem Erreichen eines Zieles festigte das nützliche Verhalten.
Die Wissenschaft schlägt vor, nicht nach flüchtigen Vergnügen (hedonisches Glück) zu jagen, sondern Anstrengungen in das zu investieren, was langfristiges Zufriedenheit bringt (eudaimonisches Glück):
Investieren Sie in Beziehungen. Verbringen Sie Zeit mit nahen Menschen, vertiefen Sie die Kontakte.
Seien Sie dankbar. Notieren oder erinnern Sie sich regelmäßig an 3-5 Dinge, für die Sie heute dankbar sind.
Helfen Sie anderen. Altruismus aktiviert die Belohnungszentren im Gehirn.
Finden Sie "Fluss". Tun Sie etwas, das Sie vollständig in sich hineinzieht.
Bewegen Sie sich. körperliche Aktivität ist ein mächtiger natürlicher Antidepressiv.
Praktizieren Sie Achtsamkeit (mindfulness). Das Können, "hier und jetzt" zu leben, reduziert die Anspannung über die Zukunft.
Zusammenfassung: Aus wissenschaftlicher Sicht ist Glück nicht ein Endpunkt, sondern ein Prozess und eine Fähigkeit. Es ist das Ergebnis unseres Lebensstils, unserer Gedanken und, was am wichtigsten ist, der Qualität unserer Beziehungen zu anderen Menschen.
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