Lai ist eine natürliche Art der Kommunikation eines Hundes. Sie bellt, um eine Gefahr zu warnen, Freude auszudrücken, den Besitzer zu rufen oder einfach aus Langeweile. Aber wenn das Bellen ständig wird, beginnen die Nachbarn, an den Heizkörpern zu klopfen, und die Nerven des Besitzers geben nach. Viele Besitzer greifen in der Verzweiflung zu Strafen: sie schreien, schlagen, verwenden Elektroschockhalsbänder. Allerdings ist die Strafe für das Bellen fast immer eine schlechte Idee. Warum? Weil sie die Ursache nicht beseitigt, sondern das Problem verschlimmert. Wir erörtern, wie man richtig (und falsch) mit dem Hundenbellen umgeht.
Bevor Sie strafen, verstehen Sie die Ursache. Bellen aus Langeweile: Der Hund ist alleine zu Hause, hat nichts zu tun — er bellt, um sich zu unterhalten. Lösung: Spielzeuge, lange Spaziergänge vor dem Abgang. Bellen aus Angst: laute Geräusche, fremde Menschen. Strafe verstärkt die Angst. Bellen als Wachschutz: Jemand ist an der Tür vorbeigegangen. Das ist normal, aber man kann mit dem Befehl "leise" regulieren. Bellen als Forderung: "Ich will spazieren gehen, ich will fressen". Wenn Sie nachgeben, lernt der Hund, sich zu manipulieren. Strafe hier verursacht Stress. Bellen aus Schmerzen: Möglicherweise ist der Hund krank. Strafe ist grausam. Nachdem Sie die Ursache identifiziert haben, können Sie mit dem Verhalten arbeiten, nicht mit dem Symptom.
Strafe (Schrei, Schlag, Sprühflasche) unterdrückt das Bellen vorübergehend, lehrt den Hund jedoch nicht, wie man es richtig macht. Der Hund versteht nicht die Verbindung zwischen seinem Bellen und Ihrem Zorn, insbesondere wenn Sie ihn nach 5 Minuten strafen, nachdem er gebellt hat. Oft verursacht Strafe Stress beim Hund und er bellt noch mehr — aus Angst vor Ihnen. Physische Strafen können zu Aggression führen (der Hund wird sich verteidigen). Außerdem zerstört Strafe das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Haustier. Der Hund wird Sie nicht mehr "respektieren", sondern sich fürchten.
Auf dem Markt gibt es Halsbänder, die Strom schicken, vibrieren oder Citronella sprühen, wenn der Hund bellt. Solche Geräte verletzen oft die Psyche des Hundes. Das Tier versteht nicht, woher die Schmerzen kommen. Es verbindet die Schmerzen mit jedem zufälligen Reiz (Kratzen an den Böden, fliegende Mücken) und wird ein Neurotiker. Studien zeigen, dass Elektroschockhalsbänder chronischen Stress verursachen, die Lernfähigkeit verringern und Aggression auslösen können. In einigen Ländern (Deutschland, Österreich) sind sie gesetzlich verboten. In Russland noch nicht, aber Zoopsychologen sind einhellig: Verwenden Sie sie nicht.
Sobald der Hund schweigt (sogar für eine Sekunde), loben und geben Sie ein Leckerli. Erhöhen Sie allmählich die Pause der Stille. Lernen Sie den Befehl "leise". Wenn der Hund bellt, sagen Sie "leise" und geben Sie ihm ein Leckerli, wenn er schweigt. Kein Schrei, kein Befehl hundert Mal wiederholen. Trainieren Sie in einer ruhigen Umgebung, dann mit ablenkenden Faktoren. Müde Hunde bellen viel weniger.
Dies ist ein Problem mit Separationsangst. Strafe (Schrei beim Rückkehr) verschlechtert dies nur. Lösung: Lassen Sie Radio oder Fernsehen eingeschaltet (Hintergrundgeräusch). Lassen Sie Spielzeuge-Gehirnjogging mit Leckerlis (Kong, lickimat) zurück. Dramatisieren Sie den Abgang und die Rückkehr nicht: Gehen Sie weg — drehen Sie sich nicht um, kommen Sie — umarmen Sie nicht, bis der Hund sich beruhigt hat. Manchmal ist die Hilfe eines Hundetrainers und Antidepressiva (nach Anweisung des Tierarztes) erforderlich.
Die Nachbarn haben das Recht, sich zu beschweren. Aber die Strafe des Hundes löst den Konflikt nicht. Sie müssen die Ursache des Bells finden. Wenn der Hund auf Geräusche im Treppenhaus bellt, kleben Sie die Tür mit Schalldämmung ab. Wenn aus Langeweile — engagieren Sie einen Hundewächter. Unterlassen Sie Provokationen von Nachbarn, die Ihnen raten, "gut zu schlagen". Sie sind für die Psyche Ihres Haustiers verantwortlich.
Die Strafe für das Bellen ist ein dead end. Arbeiten Sie mit der Ursache, üben Sie Gelassenheit, erwerben Sie Geduld. Und denken Sie daran: das Bellen ist der einzige Stimme Ihres Hundes. Lassen Sie ihn nicht durch Gewalt stumm sein.
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