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Gavroche und der Elefant der Bastille: Geschichte eines Unterschlups

Im Herzen von Paris, auf dem Platz, wo einst die mächtige Festung stand, stand fast vierzig Jahre ein seltsamer Denkmal. Riesig, zerrissen, von niemandem gebraucht, wurde er Unterschlupf für Obdachlose, Ort für Spiele und Objekt von Spott. Aber genau dieser lächerliche Elefant hat für immer in die Literaturgeschichte eingegangen, indem er einem der hellsten Charaktere Victor Hugos, dem kleinen Pariser Gamin Gavroche, Unterschlupf bot. So wurde der riesige Symbol der Kaiserlichen Ambitionen zum Symbol des kindlichen Einsamkeits und der Straßenvolksfreiheit.

Der Elefant Napoleons: ein unvollendetes Triumph

Die Geschichte des Elefanten auf dem Platz der Bastille begann 1808, als Napoleon Bonaparte, der träumte, Paris zur neuen Kaiserlichen Hauptstadt zu machen, einen gewaltigen Denkmal plante. Er wollte seine militärischen Siege ewig wahren, und vor allem die ägyptische Kampagne. Der Kaiser beschloss, dass auf dem Platz der zerstörten Festung ein 24 Meter hoher bronzerne Elefant aus den Kanonen, die von den Spaniern erobert wurden, errichtet werden sollte. Innen sollte eine Wendeltreppe führen, die zur Rückseite führt, wo eine Aussichtsplattform mit einer Turm platziert werden sollte. Dies sollte nicht nur ein Denkmal sein, sondern auch ein Brunnen mit vier Wasserstrahlern, der die Macht des Reiches preisen sollte.

Jedoch blieb der ambitionierte Plan auf dem Papier. Die Napoleonischen Kriege verlangten Geld, und Bronze wurde für Kanonen und nicht für Statuen verwendet. 1813出现了广场上的全尺寸石膏模型:木制框架,用灰泥包裹。Elefant war riesig - 24 Meter hoch und 16 Meter lang, aber anstelle des bronzenen Riesen erhielten die Pariser eine zerrissene, schnell veraltende Modell. Das Reich stürzte, und der Elefant wurde nie in Metall gegossen. Viele Jahre stand er auf dem Platz, allmählich zerstört, wurde zum Symbol der unerreichten Napoleonischen Hoffnungen.

Leben im Bauch des Riesen: Gavroches Unterschlupf

Es war in diesem verfallenen, halbzerstörten Elefant, in dem Victor Hugo seinen Helden angesiedelt hat. In dem Roman \"Die Elenden\" ist Gavroche ein elfjähriges Kind, der ältere Sohn der unerbittlichen Tрактиere Tenardier. Verlassen von seinen Eltern, lebt er auf der Straße, verdient sich seinen Lebensunterhalt und wird ein echter \"Gamin\" - ein pariser Waisenkind, das alle Ecken der Stadt kennt. Sein Zuhause wird das hölzerne Bauch des Gips-Elefanten auf dem Platz der Bastille.

Innerhalb der Statue, im leeren Raum, hat Gavroche sich ein gemütliches Nest eingerichtet. Er hatte sogar ein Bett - ein Kissen und eine Decke im Nischen, umgeben von einem Zaun, der vor Ratten geschützt. Diesen Unterschlupf teilte er einmal mit zwei kleinen Jungen, die er zufällig auf der Straße traf. Er brachte sie in seinen Elefant, ernährte sie, wärmte sie auf und kümmerte sich um sie, ohne zu wissen, dass es seine eigenen Brüder waren, die ihre Eltern einem Fremden verkauft hatten.

Für Hugo wurde der Elefant ein idealer Symbol: riesig, aber leer und nutzlos, ein Monument der Kaiserlichen Stolz, das sein wahres Ziel fand, indem es ein Unterschlupf für ein obdachloses Kind wurde. Der majestätische Denkmal wurde zu einem Unterschlupf für diejenigen, die die Gesellschaft auf die Straße geworfen hat.

Gavroche und sein Elefant: Symbol des Aufstands gegen die Welt der Erwachsenen

Gavroche ist nicht nur ein obdachloser Junge. Er ist die Stimme der Pariser Straße, der Geist des Widerstands und der Freiheit. Er lebt nach seinen eigenen Gesetzen, erkennt keine Autoritäten, und stirbt auf den Barrikaden des Juni-Aufstands von 1832, verteidigend die republikanischen Ideale. Sein Zuhause wird der Elefant - ein Symbol der Macht, das er in sein Reich verwandelte, indem er die Welt der Erwachsenen herausgefordert hat.

In diesem Kontrast - das Großartigkeit des Plans von Hugo. Der Elefant der Bastille, gedacht als Denkmal der militärischen Ehre, war für niemanden brauchbar. Aber genau in seinem Bauch fand der freieste und mutigste Held des Romans Unterschlupf. Die riesige Statue, die zur Verherrlichung des Reiches gedacht war, wurde zum Symbol der Straßenvolksfreiheit und der menschlichen Solidarität.

Das Ende des Elefanten und das ewige Leben des Bildes

Der Elefant stand auf dem Platz bis 1846. Zu diesem Zeitpunkt war er so verfallen, dass er gefährlich wurde. Er wurde abgerissen, und 1840 wurde an seiner Stelle die Juli-Säule errichtet, die dort heute steht. Der großartige Plan Napoleons blieb ohne Spur.

Aber dank Hugo erhielt der Elefant Unsterblichkeit. Millionen Leser von \"Die Elenden\" stellen sich diesen hölzernen Riesen vor, in dessen Bauch der kleine Aufruhr lebte. Der Name Gavroche wurde zu einem allgemeinen Namen für Straßenjungen, und der Elefant der Bastille wurde zum Symbol dafür, wie selbst das größte Werk der Menschheit in Literatur und Geschichte einen neuen Sinn finden kann.

Heute, wenn wir an Gavroche denken, sehen wir nicht nur eine Figur. Wir sehen ein Kind, das in dem, was die Erwachsenen nur Ruinen sahen, ein Zuhause fand. Und darin liegt die Hauptkraft des Bildes, das Victor Hugo der Welt geschenkt hat.


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