Wenn von den großen Fußballmächten die Rede ist, ist Italien immer in den Top 3. Vier Sterne auf der Brust der Nationalmannschaft (Weltmeisterschaften 1934, 1938, 1982, 2006). Vereine, die alles gewonnen haben: «Milan», «Inter», «Juventus», «Parma», «Napoli». Der italienische Fußball ist nicht nur Sport, sondern Lebensstil, «catenaccio», Verteidiger-Legenden (Maldini, Barези, Cannavaro). Aber in den letzten Jahren hat die Serie A den Spitzenplatz an England und Spanien verloren. Was ist passiert? Und gibt es eine Zukunft für den italienischen Fußball? Lassen Sie uns analysieren.
Italien gewann den ersten Weltmeisterschaft in 1934 zu Hause, unter Mussolini, der den Fußball als Propaganda nutzte. 1938 wiederholte er den Erfolg in Frankreich. Nach dem Krieg war eine Phase der Stille, aber in den 1960er Jahren gewann «Inter» von Helenio Herrera mit seinem «catenaccio» zweimal den Europapokal der Pokalsieger. 1980er – die Ära von «Milan» unter der Leitung von Arrigo Sacchi: Pressing, defensive Zone, das holländische Trio (Gullit, van Basten, Rijkard). «Milan» gewann zwei Europapokale der Pokalsieger in Folge (1989, 1990). Und 1982 gewann die italienische Nationalmannschaft, angeführt von Paolo Rossi, sensationell die WM in Spanien. 1990er: «Juventus» von Marcello Lippi dominiert in Europa (Siege in der LCH-1996). Italienische Vereine qualifizierten sich regelmäßig für die Endspiele. Die Serie A war die stärkste Liga der Welt, in der Maradona, Platini, Zidane, Ronaldo, Baggio, Maldini spielten.
«Calciopoli» (2006) – ein Korruptions-skandal, der den italienischen Fußball erschütterte. «Juventus» wurde zwei Sкудетто entzogen und in die Serie B abgestuft, «Milan», «Lazio», «Fiorentina» wurden bestraft. Es schien, als ob der italienische Fußball sterben würde. Aber die Nationalmannschaft gewann dennoch die WM in Deutschland. Das Finale gegen Frankreich (1:1, Elfmeter 5:3) – das Spiel von Zidane und Materazzi. Dieser Sieg wurde zum Symbol des Wiederaufstiegs. «Wir haben gezeigt, dass der italienische Fußball nicht nur Geld, sondern auch Herz hat».
Nach 2006 begannen die italienischen Vereine, ihre Positionen zu verlieren. Die Wirtschaft des Landes war krank, die Stadien waren veraltet, die Fernsehverträge hinter der APL zurückgeblieben. «Juventus» dominierte innen (9 Sкудетto in Folge), aber in Europa verlor er gegen die Großen. «Milan» und «Inter» durchliefen Eigentümerwechsel und Abstieg. Die Serie A verlor ihre Stars: Zlatan, Thiago Silva, Cannavaro gingen. Die Liga sank auf den vierten Platz im UEFA-Rating. Die Nationalmannschaft qualifizierte sich nicht für die WM-2018 (erstmals seit 1958). Das war ein Schock. Es schien, als ob die große Fußballmacht in Vergessenheit geraten war.
Der Wendepunkt trat mit dem Sieg der italienischen Nationalmannschaft bei der Euro 2020 (2021) ein. Unter der Leitung von Roberto Mancini spielten die Azzurri einen angreifenden, schönen Fußball und gewannen das Finale gegen England. Im Jahr 2022 kehrte «Milan» sich das Sкудетto zurück, «Inter» und «Napoli» (Champion 2023) zeigten eine aufregende Leistung. Im Jahr 2026 gewann «Inter» die Champions League? (nein, das Finale 2023 gegen «Manchester City» verloren). Aber «Napoli» unter der Leitung von Spalletti wurde mit einem Rekordabstand Meister. In Europa wurden italienische Vereine wieder wettbewerbsfähig: Finales der europäischen Pokale mit «Roma», «Fiorentina», «Atalanta». Die Gründe: das Bau von neuen Stadien (Juventus, Atalanta), der Einzug amerikanischer Investitionen, kluge Transferpolitik.
Sterne der Serie A 2026: Victor Osimhen («Napoli»), Hakim Ziyech (zu «Juventus» gewechselt), Rafael Leão («Milan»), Lautaro Martínez («Inter»). Talente der Zukunft: Pietro Pellegri («Torino»), Wilfred Ndidi, ist nicht mehr da. Torwart Gianluigi Donnarumma (Nationalmannschaft, «PSG», aber er ist Italiener). Trainer: Luciano Spalletti (Nationalmannschaft nach Mancini), Simone Inzaghi («Inter»), Stefano Pioli («Milan»). Die Nationalmannschaft bereitete sich auf die WM 2026 (die in den USA, Kanada, Mexiko stattfindet) vor. In der Qualifikation gingen die Italiener sicher voran, aber sie qualifizierten sich erneut nicht für die WM 2026.
Alte Stadien (San Siro, Olimpico) benötigen Renovierung. Rassismus auf den Tribünen (Problem «Lazio», «Verona»). Bürokratie und Verzögerungen beim Bau neuer Arenen. Der Abwanderung von Talenten in die APL (Moyes Kinn, Sandro Tonali und andere). Veraltete Jugendsystem (nur in den letzten Jahren haben die Akademien besser gearbeitet). Der Wettbewerb mit Saudi-Arabien, das Veteranen abkauft.
Italien strebt die Ausrichtung der Euro 2032 (zusammen mit der Türkei) an. Dies könnte einen Schub für den Bau von Stadien geben. Bis 2030 könnte die Serie A in die Top 3 zurückkehren, wenn die Einnahmen aus der Kommerzialisierung und den TV-Übertragungen weiter wachsen. Junge Spieler aus den Akademien von «Atalanta», «Sassuolo», «Empoli» werden das Rückgrat der Nationalmannschaft bilden. Italien ist in der Lage, Weltmeisterschaften zu gewinnen. Wichtig ist, die Identität nicht zu verlieren: die defensive Schule, die taktische Flexibilität, die Leidenschaft.
Der italienische Fußball hat Höhen und Tiefen erlebt. Er war tot, aber er wurde wiederauferweckt. In diesem Jahr 2026 ist die Serie A eine der interessantesten Ligen Europas. Die Stars kehren zurück, die Besucherzahlen wachsen. Die Zukunft hängt davon ab, ob Italien sich an die neuen Realitäten anpassen kann – Digitalisierung, Data-Analyse, modernes Management. Wenn ja, wird die «Squadra Azzurra» die Konkurrenten wieder erschrecken. Bis dahin – forza Italia!
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