Die Freundschaft zwischen Mensch und Pferd zählt tausende von Jahren. Das ist aber nicht einfach nur «Herr — Tier». Das ist ein Partnerschaft, wo jeder seine Seele gibt. Das Pferd spürt die Stimmung des Menschen, erinnert sich an Streitigkeiten und kann vergeben. Wir erzählen, wie die Freundschaft entsteht, wie man sie erkennt und wie man sie erhält.
Pferde mögen nicht jeden. Sie können andere ignorieren oder ihnen aus dem Weg gehen. Wie wählen sie? Nach dem Geruch (Pferde unterscheiden zwischen den Pheromonen der Angst und des Friedens). Nach der Stimme (ein ruhiger tiefer Ton zieht an, Schreie abweisend). Nach der Körpersprache (sichere, flüssige Bewegungen beruhigen, scharfe — erschrecken). Nach dem Verhalten (wenn ein Mensch eine Leckerei bringt, putzt, nicht schlägt). In der Herde können Pferde «seinen» Menschen wählen und die anderen ignorieren.
Beispiel: Auf einem Gestüt kann ein Pferd nur zu einem bestimmten Pferdefreund gehen, zu anderen nicht einmal den Kopf drehen.
Das Pferd kommt zu Ihnen im Gehege (von sich aus, nicht wegen einer Leckerei). Legt den Kopf auf Ihre Schulter, reibt sich mit der Nase. Folgt Ihnen ohne Grund. Freut sich, wenn er Sie sieht (rönt, läuft). Lässt Sie ihre empfindlichen Stellen berühren (Bauch, Ohren). Schützt Sie vor anderen Pferden (verjagt). Verzweifelt, wenn Sie weggehen (steht an der Tür).
Wichtig: Verwechseln Sie Höflichkeit nicht mit Freundschaft. Ein Pferd kann gelehrt werden, nicht zu beißen und nicht zu kämpfen, aber das bedeutet nicht, dass es Sie liebt.
Antistress: Das Gespräch mit einem Pferd senkt den Cortisolspiegel, erhöht das Oxytocin. Körperliche Aktivität (Putzen, Heu, Reiten) — hält fit. Selbstbewusstsein (Steuerung eines 500-Kilogramm-Tiers). Verantwortungsbewusstsein (Pferde können nicht hungrig gelassen werden). Unbedingte Annahme (Pferde kritisieren nicht). Therapie für Menschen mit Autismus, PTSD. Pferde verraten nicht (im Gegensatz zu Menschen).
Bekannt ist, dass Pferde Menschen vor Depressionen und Selbstmord versprachen.
Verbringen Sie nicht nur Zeit im Sattel. Putzen, massieren, sprechen. Füttern Sie mit der Hand Äpfeln, Möhren (aber nicht übergießen). Lernen Sie ihre Körpersprache (Ohren angelegt — wütend, Bein kratzt — nervös). Strafen Sie nicht körperlich. Seien Sie vorhersehbar (Pferde mögen den Rhythmus). Respektieren Sie ihr persönliches Raum (nicht in den Stall, wenn sie isst).
Die Freundschaft wird über Jahre aufgebaut. Aber es lohnt sich.
Die Freundschaft zwischen Mensch und Pferd ist kein romantischer Mythos. Das ist tägliche Arbeit und Freude. Wenn Sie einen Freund wollen, der Sie nicht verrät, verstehen Sie das Pferd. Und es wird antworten.
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