Pelzige Ohren, ein zitternder Nasen und unendliche Sprünge. Ein Kaninchen ist nicht nur ein Tier. Es ist ein Archetyp, den die Menschheit seit Tausenden von Jahren verwendet. Vom antiken Mondmythos bis zum Osterhasen aus Schokolade, vom Laboranimal bis zum Symbol des Kapitalismus ("schneller Kaninchen"). Warum wurde diese harmlose Kreatur zu einem der prägnantesten kulturellen Zeichen? Wir analysieren die Evolution des Bildes.
Bevor wir über das Symbol sprechen, müssen wir Zoologie klären. Der kulturelle Bild mischt oft das Kaninchen und das Kaninchen. Bei den Slawen wurde "Kaninchen" (erschrocken, weiß im Winter) und "Kaninchen" (heimisch) unterschiedlich wahrgenommen. Aber in der europäischen Tradition, insbesondere zu Ostern, ist es das Kaninchen (Oryctolagus cuniculus), das vorkommt. Und in der chinesischen Astronomie — das Kaninchen (im Russischen wird das Kaninchen oft "Kaninchen" im Horoskop genannt). Für die Einfachheit sprechen wir vom Sammelbild "flauschiges langohriges Tier".
Der massivste kulturelle Manifest des Kaninchens ist Ostern. In der westlichen Tradition bringt der Osterhase (Osterhase) Kindern Körbe mit Schokoladen Eiern. Die Wurzeln liegen in der heidnischen Deutschland, wo das Kaninchen das Symbol der Göttin der Frühlingszeit Eostre (Eostre) war. Das Kaninchen ist ein Symbol der Fruchtbarkeit (schnell vermehrt sich) und der Auferstehung (Frühling, Erwachen). Im 19. Jahrhundert brachten deutsche Einwanderer diese Tradition in die USA, wo sie global wurde. Heute sind Schokoladenhasen, Marzipanziegen und Karten mit Hasen das obligatorische Ostern-Attribut, das mit christlichen Symbolen konkurriert.
Das berühmteste literarische Kaninchen ist Peter (Beatrix Potter). Dieser blaue Anzug, der Gemüse bei Herrn McGregor stiehlt, wurde zur Klassik der Kinderliteratur. Er ist unbotmäßig, schüchtern, aber sympatisch. Der andere Pol ist der Kaninchen aus "Alice im Wunderland" (Der Verrückte Hut ist nicht ein Kaninchen, sondern der Märzhasen daneben). Der weiße Kaninchen mit der Uhr symbolisiert die ewige Eile und die Angst, zu spät zu kommen. In "Winnie-the-Pooh" hat der Kaninchen einen Garten, er ist rational und nörgelig. In "Animal Farm" von Orwell sind die Kaninchen eine anonyme Masse, Symbol der Passivität. Und in der japanischen Literatur (z.B. "Hasen-Mond") symbolisiert das Kaninchen Reinheit und Einsamkeit.
In den Mythen der Indianer ist das Kaninchen (Manabozo) ein kultureller Held-Trickster, der manchmal den Menschen hilft, manchmal ihnen schadet. In der aztekischen Mythologie gibt es den "Kaninchen-Sünder" — Gott des Pulque (Alkoholgetränk). In der buddhistischen Jataka "Kaninchen auf dem Mond": sprang das Kaninchen in den Feuer, um den Pilger (Gott) zu ernähren, und sein Schatten wurde auf dem Mond festgehalten. Daher das Glaube: auf dem Mond lebt ein Kaninchen, das in der Mühle Reisfladen knetet (in China und Japan). In den europäischen mittelalterlichen Bestiarien symbolisierte das Kaninchen die Leidenschaft und die Fruchtbarkeit (negativer Ton). In der keltischen Mythologie ist das Kaninchen ein Bote in die Unterwelt.
Erstaunlicherweise ist das Kaninchen ein zwiespältiges Symbol. Einerseits ist in der westlichen Kultur die "Kaninchenpfote" (links hinten) ein Glücksbringer. Sie wird auf Anhängern getragen. Ursprung: von afrikanischen und europäischen Hexen, die an die Magie der Körperteile des Kaninchens glaubten (schnell läuft, bedeutet Erfolg). Andererseits ist das Kaninchen ein Symbol der Feigheit ("Feig wie ein Kaninchen"). Der Spruch "Hasenherz" bedeutet Feigheit. Athleten, die schnell starten, werden "Kaninchen" (pacemaker) genannt. Und die unglücklichen Spieler — "Kaninchen" (in Poker, im Rennen).
Das berühmteste Zeichentrickkaninchen ist Bugs Bunny (Looney Tunes). Er ist ein Scherzkeks, ein Intelligenzschwindler, der "What's up, Doc?" sagt. Er wurde zum Symbol des jüdischen Witzes (scharf, aber ungreifbar). Im Gegensatz dazu ist der Kaninchen aus "Die geheime Dienststelle" (Disney) süß und fürsorglich. In "Zootopia" ist die Kaninchendame Judy Hopps die erste Kaninchendetektivin, Symbol des Überwindens von Stereotypen (klein, aber mutig). In der japanischen Animation: "Kaninchen Kaguya" (mondtier), "Kaninchen und Kröte" (kein Zeichentrick, aber Symbol der Beharrlichkeit). In Horroren: "Kaninchen-Monster" aus dem Film "The Eyes of the Hills" — ein gruseliger Bild.
Das Kaninchen ist eine der beliebtesten Formen für weiche Spielzeuge. Der Plüschhasen (Peter Rabbit, Velveteen Rabbit) ist ein Symbol der Kindheit, der Sicherheit, des Übergangs von der Realität in die Vorstellungskraft. Die Geschichte "The Velveteen Rabbit" (1922) ist eine Klassik über die Liebe des Kindes, die ein Spielzeug "wirklich" macht. In Japan gibt es den Kult "usagi" — Kaninchen als Amulett für Erfolg im Studium. Psychologen verwenden Plüschhasen in der Kunsttherapie für Kinder.
Das Kaninchen ist ein paradoxes Symbol: Feigheit und Mut (Bugs Bunny ist nicht feig), Fruchtbarkeit und Einsamkeit, Essen und heiliges Tier. Es läuft so schnell, dass es manchmal sogar unklar ist, ob wir es gesehen haben oder es ein Irgendwas ist. Vielleicht liegt darin seine Magie?
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