Es gibt Feiertage, die sich von dem Allgemeinen abheben. Der Geburtstag des Staubsaugers ist einer davon. Es ist kein nationaler Feiertag, kein religiöser Brauch. Es ist eine Hommage an den unsichtbaren, aber treuen Helfer, der jeden Tag Tonnen von Staub, Haaren und kleinen Steinen aus unseren Häusern saugt. Überlege dir: wann hast du das letzte Mal dem Staubsauger «Danke» gesagt? Wir nie. Übrigens hat dieses Gerät einen eigenen Geburtstag, und seine Geschichte ist voller Dramatik, Hoffnung und Triumph.
Bis zum Erfindung des Staubsaugers kämpfte die Menschheit mit Schmutz mit Hilfe des Besens, des Besenstiels, der Tuch und des Staubsaugers für Teppiche. Das war schwer, ineffizient und erzeugte Staubwolken, die sofort wieder zurückfielen. Bereits in der Antike verwendeten die Römer etwas, das dem Vorläufer des Staubsaugers ähnelt — Geräte zur Luftabsaugung durch den Wind. Aber ernsthafte Versuche, die Reinigung zu mechanisieren, begannen im 19. Jahrhundert. Die ersten «Staubsauger» waren handbetriebene, unhandliche und required two people: einer drehte den Ventil, der andere brachte den Schlauch. Sie funktionierten nach dem Prinzip des Saugens, aber waren wenig effizient.
Der Durchbruch erfolgte 1901 in London. Der englische Ingenieur Hubert Cecil Booth beobachtete eine Demonstration eines amerikanischen «Staubsaugers», der Staub mit einer Luftströmung ausblies. Booth dachte: «Warum nicht saugen, anstatt zu blasen?». Er probierte, Luft durch ein Tuch aus einem Stuhl zu leiten — das Tuch wurde schwarz. Die Idee war genial. Seinen ersten Staubsauger nannte Booth «Puffing Billy». Das war ein riesiger, auf Rädern laufender Aggregat, der von einem Dieselmotor angetrieben wurde. Er wurde von Pferden gezogen und zum Haus gebracht. Ein Schlauch von bis zu 30 Metern wurde durch das Fenster gezogen. Die Reinigung kostete eine Unmenge Geld, aber die Londoner Aristokraten bildeten sich in Schlangen. Übrigens untersagte Booth es, seinen Staubsauger zu waschen und bewarb ihn als «nicht verbreitet Schmutz, sondern entfernt ihn».
Genau am 8. Juni 1901 erhielt Hubert Booth das Patent für seine Erfindung. Daher wird dieser Tag als Geburtstag des Staubsaugers betrachtet. Tatsächlich fand der erste öffentliche Vorstellung etwas später statt, aber der Sinn ändert sich nicht. An diesem Tag erfuhren die Menschen, dass Staub nicht nur geschüttelt, sondern abgesaugt werden kann. Es ist interessant, dass die Idee von Booth nicht sofort Verständnis fand. Die britische Gesellschaft kämpfte mit Lärm und Pferdeäpfeln, und der neue Aggregat schien eine Kuriosität zu sein. Nachdem der Staubsauger jedoch im Buckingham Palace zum Reinigen der Teppiche verwendet wurde, kam der Ruhm schnell.
Trotz des Erfolgs war der «Puffing Billy» für einfache Menschen nicht zugänglich. Das änderte sich, als der Staubsauger elektrisch wurde. Im Jahr 1907 schuf der amerikanische Reinigungskraft James Murray Spengler einen kompakten Elektrostaubsauger mit einem Staubbehälter und einer Aufsatz. Er verkaufte das Patent an den Unternehmer William Henry Hoover. Dieser startete die Massenproduktion, und die Marke «Hoover» wurde ein Gattungsnamen. Frauen mussten endlich nicht mehr Stunden damit verbringen, Teppiche auf der Straße auszuschlagen. Es entstanden Trends zur Sauberkeit. Der Staubsauger wandelte sich von einem Luxusgut zu einem ersten Bedarfsgut.
In 120 Jahren hat sich der Staubsauger unerkennbar verändert. Staubbeutel wurden aus Papier, dann aus Textil und schließlich aus cyclonischen (Dyson, 1990er) ohne Beutel. Die Leistung hat zugenommen, der Lärm hat abgenommen. Es sind vertikale Staubsauger, Handstaubsauger, Automobilstaubsauger geworden. Und 2002 brachte das Unternehmen iRobot den ersten Roboter-Staubsauger Roomba heraus. Jetzt kann man die Reinigung einschalten und zur Arbeit gehen. Moderne Modelle werden mit dem Smartphone gesteuert, bauen eine Karte des Raumes und umgehen Hindernisse. Aber der Prinzip bleibt gleich: Staub saugen, nicht verteilen.
Dieser Tag ist nicht Grund für eine Party mit Kuchen. Es ist ein Grund, über den Fortschritt nachzudenken. Der Staubsauger hat Millionen von Menschen vor Hausstaubmilben, Allergien und Asthma gerettet. Er hat Zeit gespart, die früher für mühselige Reinigung verwendet wurde. Er hat den Hausdesign verändert: Teppiche wurden jedem zugänglich, nicht nur den Reichen. Und schließlich hat er Arbeit für Ingenieure, Designer und Verkäufer gegeben. Also kann man am 8. Juni mit gutem Gewissen sagen: «Zum Geburtstag, Staubsauger!». Und vielleicht als Geschenk – die Filter reinigen.
Weißt du, dass der erste Staubsauger mehr als zwei Tonnen wog? Und dass er als «Maschine, die den Schmutz unter dem Teppich nicht wegschüttelt, sondern dauerhaft entfernt» beworben wurde? Und noch in den 1920er Jahren wurden Staubsauger für Massagen verwendet (ja, gab es Körperaufsätze!). In Australien ist das Spiel «Staubsauger gegen Spinne» noch immer beliebt. Und Roboter-Staubsauger werden nach Umfragen häufiger benannt als andere Haushaltsgeräte. Der Staubsauger ist nicht nur Technik, sondern ein kultureller Phänomen.
Der Geburtstag des Staubsaugers ist ein guter Grund, Ordnung zu machen. Nicht wegen einer umfassenden Reinigung, sondern um die Erfinder zu ehren, die uns vom staubigen Sklavenhandel befreiten. Schalte deinen Staubsauger ein, höre seinen Brummen. Das ist die Musik des Fortschritts.
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