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Warum leben Frauen länger als Männer? (Biologische und soziale Ursachen)

Dies ist eine globale Trend, und es gibt mehrere Schlüsselklärungen:

  1. Genetische und hormonelle Faktoren.

    • Östron vs. Testosteron: Der weibliche Hormon Östron hat eine kardioprotektive Wirkung, hilft, die Elastizität der Gefäße zu erhalten und das Risiko der Atherosklerose zu senken. Der männliche Hormon Testosteron korreliert dagegen mit einem riskanteren Verhalten und einem erhöhten Cholesterinspiegel.

    • Two X-Chromosomen: Frauen haben zwei X-Chromosomen. Wenn in einem davon ein defekter Gen vorhanden ist, kann es von einer gesunden Kopie in der zweiten «abgedeckt» werden. Männer haben eine X- und eine Y-Chromosom, was sie anfälliger für bestimmte genetische Krankheiten macht (z.B. Hämophilie).

  2. Verhaltensfaktoren und Lebensstil.

    • Verhalten gegenüber der Gesundheit: Frauen sind in der Regel sorgfältiger mit ihrer Gesundheit um. Sie suchen öfter Ärzte auf, um Prävention durchzuführen und Krankheiten in einem frühen Stadium zu diagnostizieren.

    • Schädliche Gewohnheiten: Männer konsumieren statistisch häufiger und in größeren Mengen Alkohol und Tabak, was zu einer höheren Mortalität durch Herzkrankheiten, Leberzirrhose und Lungenkrebs führt.

    • Risikoverhalten: Männer sterben häufiger durch Unfälle, Verkehrsunfälle, Prügeleien und betreiben gefährlichere Berufe.

  3. Soziale Rollen.

    • Historisch gesehen arbeiten Männer häufiger in körperlich schweren und schädlichen Produktionen, dienen im Militär, was zusätzliche Belastungen und Risiken für ihre Gesundheit und ihr Leben schafft.

Warum gehen Frauen früher in Rente? (Historische und soziale Ursachen)

Hier weichen wir von der Biologie zur Soziologie und Geschichte ab. Diese Norm wurde im 20. Jahrhundert geformt und wird heute in vielen Ländern als veraltet angesehen.

  1. Historische Erbschaft und Schutz der Mutterschaft.
    Der ursprünglich frühere Renteneintritt für Frauen war eine Maßnahme der sozialen Sicherheit. Er wurde in der Sowjetzeit eingeführt, um:

    • Die doppelte Belastung zu berücksichtigen: Eine Frau arbeitet nicht nur in der Produktion, sondern trägt fast die gesamte Last des häuslichen Arbeitslebens und der Kindererziehung.

    • Das reproduktive Gesundheitswesen zu schützen: Es wurde angenommen, dass schwerer körperlicher Arbeit im höheren Alter negativ auf die Gesundheit von Frauen wirkt, insbesondere in Bezug auf Geburt und Erziehung mehrerer Kinder.

  2. Patriarchale Familienmodelle.
    Die Norm war auf ein Modell zugeschnitten, bei dem der Mann der Hauptverdiener ist und die Frau die Hausfrau ist. Ein früherer Renteneintritt ermöglichte es der Frau, sich der Familie zu widmen, der Unterstützung der Enkelkinder.

  3. Physischer Charakter der Arbeit.
    In den 1950er Jahren, als diese Normen verankert wurden, war ein großer Teil der Arbeit körperlich. Es wurde angenommen, dass Frauen schwerer mit solcher Arbeit im höheren Alter zurechtkommen.

Paradox und Gegenwart

Heute wird dieser Ungleichheit als unfaire und wirtschaftlich ineffizient erachtet, aus mehreren Gründen:

  • Veränderung der Rolle der Frauen: Frauen haben jetzt den gleichen Zugang zu Bildung wie Männer und bauen oft eine erfolgreiche Karriere auf. Ein früherer Renteneintritt unterbricht ihre berufliche Aktivität im Zenit des Erlebnisses.

  • Veränderung des Charakters der Arbeit: Die meisten Jobs sind jetzt mit geistigem, nicht körperlichem Arbeit verbunden, bei dem geschlechtsspezifische Unterschiede nicht so kritisch sind.

  • Demografischer Wandel und Belastung der Rentensysteme: Da es mehr Frauen unter den Rentnern gibt und sie länger leben, erhalten sie im Durchschnitt 10-15 Jahre länger Rente als Männer. Dies schafft eine enorme Belastung für die Rentenfonds.

Was wird getan, um das Problem zu lösen?

In vielen Ländern wird eine Rentenreform durchgeführt, die darauf abzielt, den Renteneintritt für Männer und Frauen zu angleichen. Ziel ist es, ihre Rechte und Pflichten zu gleichen und das Rentensystem an moderne Realitäten anzupassen, bei denen biologische und soziale Unterschiede nicht mehr direkt den Alter des Ruhestandes bestimmen sollten.

Schlussfolgerung: Der Paradoxon «länger leben — früher in Rente gehen» ist ein Überbleibsel der Vergangenheit, das auf veralteten sozialen Modellen basiert und in Konflikt mit der modernen Wirtschaft, dem Geschlechtergleichstand und selbst der Biologie steht. Die globale Trendbewegung geht in Richtung der Beseitigung dieses Ungleichgewichts.


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