1. Juni — Tag des Schutzes der Kinder. Für die meisten ist es ein Fest mit Luftballons, Eis und Fahrgeschäften. Aber es gibt noch einen anderen Aspekt: Gesundheit. Und die Gesundheit der Kinder ist untrennbar mit Sport verbunden. Nicht mit großem, nicht mit olympischem, sondern mit gewöhnlichem: Laufen, Springen, Ball spielen, Turnen. Sport schützt Kinder vor Krankheiten, von schlechter Gesellschaft und von digitaler Abhängigkeit. Wir erzählen, wie Sport hilft, Kinder zu schützen und was Erwachsene tun können.
In Russland beteiligen sich etwa 70% der Kinder am Sport (in Vereinen, Schulen, selbstständig). Das ist mehr als vor 10 Jahren (50%). Aber das Problem: Bis zum 15. oder 16. Lebensjahr bleiben nur noch 30% dabei. Die anderen geben auf — aus Faulheit, aus Zeitmangel, aus Druck durch den Trainer. Die Situation weltweit ist ähnlich.
Kinder, die regelmäßig Sport treiben, leiden auf 40% weniger unter Adipositas, auf 30% weniger unter Depressionen. Sie haben eine höhere Schulleistung (Sport verbessert die Durchblutung des Gehirns). Es fällt ihnen leichter, Freunde zu finden.
Aber es gibt auch die andere Seite: Verletzungen. Jeder fünfte junge Sportler erleidet im Laufe eines Jahres eine Verletzung. Trainer überlasten manchmal die Kinder, um Ergebnisse zu erzielen.
körperliche Gesundheit: Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems (seltene Herzerkrankungen), Prävention von Kyphose und Plattfuß (bei richtigen Belastungen). Gewichtserhaltung (Kampf gegen Adipositas). Stärkung des Immunsystems (Kinder erkranken seltener).
psychische Gesundheit: Verringerung von Angstzuständen (Sport lenkt von Problemen ab). Steigerung des Selbstbewusstseins (das Kind sieht Fortschritte). Fähigkeit zur Bewältigung von Schwierigkeiten (Verlieren ist auch ein Talent). Regulation der Emotionen (man kann nicht mit dem Schläger auf den Court schlagen, auch wenn man es will).
soziale Gesundheit: Freunde in der Gruppe, Fähigkeit, in der Mannschaft zu arbeiten, Respekt vor dem Gegner, Schutz vor Mobbing (Sportler werden seltener Opfer).
Kinder, die Sport treiben, probieren auf 50% weniger Zigaretten und Alkohol aus (Daten der WHO). Sie haben keine Zeit für «Feiern»; sie schätzen ihren Körper; sie haben etwas zu verlieren (Disqualifikation). Sport bietet eine legale Adrenalinausschüttung, die das Verlangen nach riskanten Erfahrungen in Drogen senkt.
Tipp für Eltern: Wenn ein Kind den Sport aufgibt, steigt das Risiko, in schlechte Gesellschaft zu geraten. Finden Sie eine Alternative: einen anderen Sport, Kreativität, Wandern. Wichtig ist — Bewegung.
Kinder verbringen 5-8 Stunden am Tag vor dem Bildschirm (ausgenommen das Lernen). Sport ist eine reale Alternative. Eine Stunde in der Gruppe hält das Telefon fern. Studien: Kinder, die in den Sportclub gehen, verbringen nach den Übungen 35% weniger Zeit in sozialen Netzwerken (sie sind müde, sie schlafen ein).
Eltern: Schreiben Sie das Kind in einen Verein ein, wo es keine Handys in der Umkleidekabine gibt. Und setzen Sie selbst ein Beispiel: Gehen Sie mit ihm auf Ausflüge, auf Fahrradtouren, ins Schwimmbad.
Sport ist nicht ohne Risiko. Besonders gefährlich sind: Fußball (Kollisionen), Eishockey (Blutergüsse, Brüche), Turnen (Zerrungen), Judo (Verrenkungen). Was zu tun ist? Ein guter Trainer und eine gründliche Aufwärme. Und natürlich, Schutzausrüstung (Helme, Schilde, Mundschutz). Regel: Wenn ein Kind über Schmerzen klagt, ertragen wir sie nicht, gehen zum Arzt. Eine kleine Verletzung, die nicht behandelt wird, kann in eine chronische Verletzung übergehen.
Wichtig: Man soll das Kind nicht zwingen, durchzuhalten. Sport sollte Spaß machen.
Schenken Sie dem Kind kein Tablet, sondern einen Abonnement für das Schwimmbad oder den Klettergarten. Gehen Sie gemeinsam auf den Sportplatz — nicht als Zuschauer, sondern als Läufer. Organisieren Sie einen Hofturnier nach Fußball, Badminton, Stockschießen. Schreiben Sie sich und das Kind für eine morgendliche Gymnastik im Park ein (viele Städte bieten am 1. Juni kostenlose Übungen an).
Reden Sie mit dem Kind über die Vorteile des Sports. Nicht mit moralischen Reden, sondern durch Beispiele: «Schau, wie dieser Junge geschickt kippt. Möchtest du das auch können?». Loben Sie jede körperliche Aktivität.
Wenn das Kind nicht in die Sportschule will, zwingen Sie es nicht. Vielleicht braucht es nicht Sport, sondern Tanzen oder Orientierung. Wichtig ist — Bewegung.
In Russland gibt es das Programm «Sport für alle»: Kostenlose Kurse in Schulen und auf Plätzen. Bis 2026 sollen 10.000 Sportplätze eröffnet werden. Es gibt auch die «Goldene Schale», «Kuhle Ball» — kostenlose Kinderturniere. Am Tag des Schutzes der Kinder (1. Juni) finden in vielen Städten offene Trainingseinheiten mit professionellen Sportlern statt.
Was noch benötigt wird? Mehr Trainer mit pädagogischer Ausbildung, weniger mit einem Abschluss «Oh wie ich habe früher gespielt». Kontrolle über die Belastungen. Und natürlich, Finanzierung.
Tag des Schutzes der Kinder ist nicht nur darum, das Kind vor Gefahren zu schützen. Es geht darum, ihm Flügel zu geben. Sport ist einer dieser Flügel. Sie sind unsichtbar, aber stark. Lassen Sie jedes Kind seinen eigenen Sport finden. Nicht für Medaillen, sondern für das Leben.
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