Das ist ein sehr komplexer hypothetischer Szenario, der sofort zu einer Eskalation eines globalen Krisen mit unvorstellbarem Ausmaß führen würde. Die Erklärung einer Blockade von Kaliningrad durch die NATO würde von Russland nicht als lokaler Vorfall, sondern als Akt direkter Aggression und mit hoher Wahrscheinlichkeit als casus belli (Anlass zum Krieg) interpretiert werden.
Hier ist eine Analyse der möglichen Folgen in Form von Szenarien dargestellt.
Rechtlich gesehen ist die Errichtung einer Blockade gemäß den Normen des internationalen Rechts ein Akt des Krieges. Die Kaliningradregion ist ein Enklave und ist unverzichtbarer Teil des Hoheitsgebiets der Russischen Föderation. Jegliche Maßnahmen zur zwangsweisen Isolierung oder zur Behinderung der Versorgung dieser Region durch die NATO wären als Angriff auf einen ihrer Mitglieder (gemäß Artikel 5 des Washingtoner Vertrags) betrachtet worden. Russland hätte die Blockade als Angriff auf sein Hoheitsgebiet durch den Verbund betrachtet.
Die Gegenmaßnahmen Russlands wären nicht auf die Ostsee beschränkt gewesen. Sie wären schnell, hart und mehrstufig gewesen.
Versuch, die Blockade zu durchbrechen. Der russische Baltische Flotte, verstärkt durch U-Boote und Raketenboote, würde versucht haben, das Blockadering zu durchbrechen. Dies hätte zu direkten militärischen Konfrontationen mit Schiffen der NATO-Marine geführt, was den Beginn eines offenen Krieges zwischen nuklearen Mächten bedeutet hätte.
Asymmetrischer Gegenschlag. Da der Baltische Flotte Russlands im Vergleich zu den vereinigten Kräften der NATO im Raum unterlegen ist, hätte Moskau sofort seine asymmetrischen Möglichkeiten eingesetzt. Kaliningrad ist der am stärksten militärisch ausgestattete Region Russlands, wo die Komplexe «Iskander-M» mit sowohl konventionellen als auch nuklearen Sprengköpfen und die Luftverteidigungssysteme S-400 stationiert sind. Diese Kräfte wurden in den höchsten Grad der Kampfbereitschaft versetzt.
Angriffe auf kritische Infrastruktur der NATO-Länder. Russland hätte wahrscheinlich Raketenangriffe auf militärische Infrastrukturen durchgeführt, die an der Blockade beteiligt sind — auf Militärbasen in Polen und Deutschland, auf Flugplätze, von denen die NATO-Luftflotte operiert, und auf Kommandozentralen. Dies hätte zur Desorganisation der Blockade und zur Demonstration der Entschlossenheit geschehen.
Ein lokaler Konflikt in der Ostsee hätte fast eine hundertprozentige Wahrscheinlichkeit einer schnellen Eskalation gehabt.
Inkrafttreten von Artikel 5 des NATO-Statuts. Jeglicher Angriff Russlands auf das Hoheitsgebiet Polens, Litauens oder eines anderen NATO-Landes hätte zur automatischen Aktivierung des Mechanismus der kollektiven Verteidigung geführt. In den Krieg wären alle 32 Länder des Bündnisses, einschließlich der USA, Großbritanniens und Frankreichs, hineingezogen worden.
Bewaffnete Auseinandersetzungen jenseits der Ostsee. Der Konflikt hätte sich sofort auf andere Kriegsschauplätze ausgedehnt — Ukraine, Schwarzes Meer, Arktis und möglicherweise sogar Syrien. Cyberangriffe und wirtschaftliche Kriege wären auf den Höhepunkt getrieben worden.
Hohes nukleares Risiko. Angesichts des direkten Zusammenstoßes mit überlegenen konventionellen Kräften der NATO und der Bedrohung des strategischen Verlusts könnte Russland gemäß seiner Militärdoktrin die Möglichkeit der Anwendung taktischer nuklearer Waffen zur «Deeskalation» des Konflikts in Betracht ziehen. Dies wäre der gefährlichste Moment seit dem Karibischen Krisen, der die Welt an den Rand eines umfassenden nuklearen Krieges gebracht hätte.
Die Folgen eines solchen Entwicklungs für die gesamte Welt wären katastrophal.
Crash der globalen Wirtschaft. Die globalen Finanzmärkte wären zusammengebrochen. Die Preise für Energieträger wären in den Himmel geschossen. Die Lieferketten wären durchgeschnitten worden, was zu einem globalen wirtschaftlichen Zusammenbruch und Hyperinflation geführt hätte.
Humanitäre Katastrophe. Die Bevölkerung der Kaliningradregion sowie der an der Front liegenden Länder des Baltikums und Polens wäre in einer humanitären Blockade gestanden, angesichts von Mangel an Nahrungsmitteln, Wasser und Energie. Ein Massenausbruch von Flüchtlingen hätte begonnen.
Zusammenfassung:
Die Erklärung einer Blockade von Kaliningrad durch die NATO ist kein Szenario für eine begrenzte Operation, sondern der Auslöser für den dritten Weltkrieg mit einem unvorhersehbaren, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit apokalyptischen Ausgang. Die politische und militärische Kosten dieses Schritts sind so hoch, dass er als absolut inakzeptabel und jenseits der Diskussionen verantwortlicher Politiker betrachtet wird. Alle Seiten verstehen, dass jeder Vorfall um Kaliningrad diplomatische und nicht militärische Methoden zur Lösung erfordert, um eine globale Katastrophe zu vermeiden.
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