Wann haben Sie schon gesehen, wie Fußballspieler nach einem Spiel ihre Trikots ablegen und ihnen oder den Fans überreichen? Das ist nicht nur ein Akt der Güte, sondern eine Tradition, ein Zeichen der Achtung, ein Weg, um eine Erinnerung zu bewahren und manchmal auch Geschäfte zu machen. Der Austausch von Trikots (Fутболtrikots, Spieltrikots) ist einer der berührendsten Rituale im Sport. Wir erklären, warum und wie das passiert.
Die Tradition des Trikotaustauschs entstand im Fußball in den 1930er Jahren. Damals tauschten die Spieler nach dem Spiel ihre Trikots auf dem Feld oder manchmal in der Kabine aus. Das symbolisierte: «Du hast ehrlich gekämpft, ich achte dich». 1970 hat die FIFA den Trikotaustausch legalisiert (aber nur nach dem Endpfiff).
In anderen Sportarten (Eishockey, Basketball, Tennis) wurde die Tradition später — in den 1980-90er Jahren — angenommen. Im Boxen und MMA wird nicht getauscht (es gibt keine Trikots), sondern Handschuhe oder Trikots außerhalb des Rings.
Zeichen der Achtung. «Du warst ein würdiger Gegner». Besonders nach einem spannenden Spiel. Eine Erinnerung an ein großes Ereignis. Ein Trikot, signiert von einem legendären Spieler, wird Jahre lang aufbewahrt. Für einige Spieler ist das Sammeln von Trikots ein Hobby. Freundschaft. Manchmal sind Spieler aus verschiedenen Vereinen außerhalb des Feldes befreundet, und der Trikotaustausch ist ein Beweis dafür. Wohltätigkeit. Trikots werden oft für Auktionen ausgestellt, und das Geld geht in Stiftungen. Superstitionen. Einige Spieler glauben, dass das Trikot eines starken Gegners Glück bringen kann.
Bekannte Austausche: Pelé und Bobby Charlton (1970), Maradona und Platini (1986), Messi und Ronaldo (2008). Nach dem Endspiel der WM 2022 tauschte Messi ein Trikot mit Mbappé — ein Akt der Versöhnung.
Dankbarkeit für die Unterstützung. Die Fans kamen, riefen, weinten. Der Spieler gibt ein Trikot ab — danke. Schaffung von Loyalität. Ein Fan, der ein Trikot seines Idols erhält, wird sein whole Leben für ihn kämpfen. Marketing. Der Verein fördert diese Praxis — das ist kostenlose Werbung. Symbol der Nähe. Der Spieler zeigt, dass er nicht eine Stern auf dem Podest ist, sondern ein Kumpel. Normalerweise gibt man das Trikot einem Kind oder einem Fan im Rollstuhl. Das ist romantischer.
Manchmal nehmen die Spieler ihr Trikot nach einem Sieg im entscheidenden Spiel ab und werfen es in die Menge (Finale der Champions League, Olympische Spiele).
Trikot des Gegners: Der Spieler hängt es zu Hause, in der Kabine, manchmal in ein Rahmen. Er kann es unterschreiben und einem Freund schenken. Er kann es auf einer Auktion verkaufen (aber das wird als unSportlich angesehen — normalerweise wird es durch Wohltätigkeit verkauft). Trikot, erhalten von einem Zuschauer: Ein seltener Fall (normalerweise umgekehrt). Wenn ein Zuschauer das Trikot erwischt, nimmt er es mit nach Hause. Der Preis für so ein Trikot auf dem Schwarzmarkt beträgt von 500 bis 5000 Dollar (für ein Trikot von Messi bis zu 50 000).
Sammler jagen nach Trikots von bestimmten Spielen (Finale, Rekord).
FIFA: Es ist verboten, während des Spiels das Trikot abzulegen (Gelbe Karte). Der Austausch ist nur nach dem Endpfiff erlaubt. Es ist verboten, das nackte Körper zu zeigen (unter dem Trikot muss eine andere Hose sein). Einige Turniere verbieten den Trikotaustausch aufgrund von Sponsoringverträgen (der Sponsor zahlt dafür, dass der Spieler in seiner Form ist, nicht in der des Gegners). Im Tennis ist der Trikotaustausch nicht geregelt, aber es passiert manchmal.
În NBA (Basketball) ist der Trikotaustausch eine Selbstverständlichkeit. Es gibt keine Regeln.
Ein Spieler kann beleidigt sein, wenn ein Gegner sich weigert, ein Trikot auszutauschen. Zum Beispiel hat Zidane nach dem Skandal (2006) mit dem Italiener Materazzi nicht getauscht. Manchmal geben die Spieler ein Trikot nicht dem richtigen Fan, es gibt Streit. Fälschungen. Fans können ein Trikot erbetteln und dann eine Fälschung verkaufen. Sponsoringkonflikte: Zum Beispiel konnten die Spieler von Real Madrid 2018 keine Trikots mit Liverpool tauschen, weil sie von verschiedenen Herstellern waren (Adidas vs New Balance). Sie entschieden sich, die Trikots in der Kabine auszutauschen.
Im Jahr 2026 wurde eine Regel eingeführt: Der Austausch ist nur mit sauberen Trikots erlaubt (nicht schmutzig). Wegen des Coronavirus? Nein, Hygiene.
Der Trikotaustausch ist nicht nur ein Akt. Das ist sportliche Diplomatie. Das sagt: «Wir sind nur auf dem Feld Konkurrenten. Draußen sind wir Kollegen, Freunde, Menschen». Und für die Fans ist es ein Moment der Nähe zu ihrem Idol. Nicht umsonst träumen viele Fans davon, ein Trikot ihres Lieblingsspielers zu erhaschen. Das ist wie ein Autogramm, nur wertvoller.
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