Wenn man das Wort «Südafrika» hört, fallen einem Savannen, goldene Strände und natürlich Fußball ein. Hier spielt man nicht nur mit den Füßen, sondern mit dem ganzen Körper, der Seele und der Stimme. Fußballer Südafrikas, ob es sich um die Nationalmannschaft «Bafana Bafana» oder lokale Clubs handelt, sind bekannt für ihre Energie, die in Tänzen und Liedern vor, während und nach dem Spiel austritt. Das ist nicht nur Emotionen, sondern eine alte Tradition, die Sport und die Kultur der Bantu vereint.
Der Hauptfußballtanz Südafrikas ist Diski. Das Wort leitet sich vom Englischen «disc» ab, aber es ist im Wesentlichen eine Imitation des Dribblings, nur ohne Ball. Die Spieler bewegen ihre Füße, als ob sie einen Gegner umkurven, während der Körper dabei schwingt. Diski können einzeln oder im whole Herd getanzt werden. Bei der WM 2010, die in Südafrika stattfand, führten die Spieler der Nationalmannschaft Diski vor den Spielen aus. Dieser Tanz symbolisiert Geschicklichkeit, List, Straßenfußball. Viele südafrikanische Stars (Stephen Pienaar, Benny McCarthy) sagten, dass Diski ihnen hilft, sich vor dem Spiel zu entspannen und gleichzeitig den Gegner zu erschrecken.
Die Vuvuzela ist eine lange Plastikflöte, die einen brummenden Klang erzeugt. Ihr Klang bei der WM 2010 wurde zum Symbol des Turniers. Aber für Südafrikaner ist die Vuvuzela nicht nur ein akustisches Instrument, sondern ein Teil des Ritus. Die Fans bläsen in sie im Takt der Lieder. Die beliebtesten Fußballlieder sind: «Shosholoza» (traditioneller Bergmannslied), «Ibhola Lethu» («Unser Fußball»), «Kunzima» («Schwer»). Die Spieler singen mit den Tribünen während der Aufwärmung. Nach einem Tor können die Fußballer die Vuvuzela nehmen und den Sieg «proklamieren». Das ist eine Verbindung zu den Wurzeln: Musik und Tanz waren hier immer eine Form der Kommunikation mit den Ahnen.
Gumboot Dance ist ein Tanz in Gummistiefeln, erfunden von afrikanischen Bergarbeitern. Rhythmische Schläge mit den Füßen und Klatschen auf die Stiefel. Moderne Fußballer nutzen manchmal Elemente des Gumboot in ihren Feierlichkeiten. Das sieht aggressiv aus, ist aber fröhlich. Zum Beispiel nach einem Hattrick des Stürmers des «Orlando Pirates» (Klub aus Johannesburg) tanzte er Gumboot unter dem Rhythmus, der von seinen Partnern geschlagen wurde. Dieser Tanz zeigt Stärke und Einheit.
Vor den Spielen führt die südafrikanische Nationalmannschaft oft den Klang «Viva Africa!» oder «Ayoba!» aus. Ayoba ist ein Slangwort, das «cool» oder «super» bedeutet. Die Fußballer stehen im Kreis, schwingen sich und skandieren. Das erinnert an Rituale der Zulu-Krieger vor dem Kampf. Die Tradition wurde in den 1990er Jahren vom Kapitän Neil Tovey eingeführt. Heute unterstützt sie der Kapitän Ronwen Williams. Der Klang synchronisiert das Team und hebt den Kampfesgeist.
Bekannte südafrikanische Fußballer, die in Europa spielen (Persy Tae, Lebohang Manika, Lyle Foster), bringen Elemente von Diski in die Clubs. Tae tanzte Diski nach seinem Tor für «Burnley» im Jahr 2024 und erregte die Begeisterung der Fans. Moses Sibisi, eine Legende von «Orlando Pirates», ist bekannt für seinen Koronentanz mit einer Wasserflasche auf dem Kopf. Und der ehemalige Torhüter Brian Balí (Itumeleng Kune) tanzte auf der Stange. Im südafrikanischen Fußball sind Tänze nicht schamhaft, sondern cool.
Die Stadien Südafrikas während der Spiele erinnern an einen Tanzboden. Die Fans tanzen Pappa-Pa (Tanz mit hochgehaltenen Händen), Toi-Toi (Sprünge auf dem Platz mit rhythmischen Bewegungen). Sie singen: «Shi-Sha-La-Za!» unter dem Klang der Vuvuzela. Die Spieler nähern sich oft den Tribünen und tanzen zusammen mit den Fans. Das zerstört Barrieren zwischen Stars und Publikum.
Während der Pandemie waren die Stadien leer, Tänze und Lieder stillten. Aber nach der Rückkehr der Zuschauer entfachten sich die Emotionen mit neuer Kraft. Die Spieler haben sich nach der Energie der Tribünen gesucht. 2022 bei der Afrikameisterschaft organisierten die Südafrikaner ein großes Show: vor dem Spiel gegen Marokko führten sie Diski aus und sangen den Nationalhymne auf Zulu. Tänze und Lieder sind die DNA des südafrikanischen Fußballs.
Tanz und Lied für Fußballer aus Südafrika sind nicht nur ein Ergänzung zur Spiel, sondern是其心。Durch Bewegung und Rhythmus übertragen sie die Geschichte ihres Volkes, seine Schmerzen und Freuden. Und wenn «Bafana Bafana» auf das Feld gehen, geben sie der Welt nicht nur Fußball, sondern auch einen kleinen Teil Afrikas — heiß, rhythmisch, unerschütterlich.
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