Reiter sport ist einer der teuersten. Pferd kostet von 500 000 bis mehrere Millionen Rubel. Haltung kostet noch 50–100 Tausend im Monat. Trainer, Tierarzt, Schmied, Transport, Wettbewerbe. Ohne Sponsoren können nur Oligarchen das sich leisten. Sponsoring im Reitsport ist nicht nur «Geld geben». Dies ist ein Symbiose: Das Geschäft erhält Image, und der Athlet hat eine Chance auf den Sieg. Wir erläutern, wie das Sponsoring funktioniert, wer es sponsert und wie ein Anfänger Reiter Unterstützung finden kann.
Die Hauptspender sind Unternehmen, die mit Eleganz, Gesundheit und Natur assoziiert werden möchten. Uhren (Rolex, Longines), Autos (Mercedes, BMW), Banken (Credit Suisse, Societe Generale), Luxusmarken (Hermès, Gucci). Hersteller von Futter und Ausrüstung (Horseware, Cavallo, Stübben). Buchmacher (insbesondere bei den Pferderennen). Staatslotterien (in Europa).
Rolex ist der bekannteste Sponsor. Sponsort Turniere Rolex Grand Slam (Concours), sowie einzelne Reiter (Scott Brash, Kent Farrington). Longines ist die Zeitmessung vieler Wettbewerbe. Hermès sponsert den Turnier «Saut Hermès» in Paris.
In Russland gibt es weniger Sponsoren. Hauptspender: «Rosgosstrakh» (sponsorierte den Cup Russlands im Dressurreiten), «Alfa-Bank», «Gazprom» (durch Tochtergesellschaften). Auch Zuchtanlagen (z.B. «Woschod», «Geist»). Buchmacher: «Winline», «Fonbet» (sponsorn Pferderennen).
Es gibt auch private Sponsoren — reiche Menschen, die Pferde lieben und investieren. Oft ohne Werbung, einfach aus Liebe.
Finanzierung des Kaufs und der Haltung des Pferdes. Dies ist die Grundlage. Ohne ein gutes Pferd kann man nicht gewinnen. Der Sponsor kann ein Pferd kaufen, deren Futter, Schmiedearbeiten, Tierarzt bezahlen. Zahlung der Trainings- und Trainerkosten. Ein guter Trainer kostet von 50 000 Rubel im Monat (plus Prozentsatz der Preisgelder). Transport und Unterkunft bei Wettbewerben (Transport des Pferdes im Pferdetransporter — Tausende von Euro). Auslandsreisen (Flug des Pferdes — ab 10 000 Euro). Ausrüstung (Sattel, Peitsche, Schutz — bis zu 500 000 Rubel). Startgebühren (Teilnahme an Turnieren kostet von 100 bis 1000 Euro).
Top-Reiter werden von Sponsoren für Massage, Physiotherapie, Psychologen bezahlt.
Neben Geldern geben Sponsoren auch Ausrüstung: Sättel, Ausrüstung, Kleidung. Oft müssen Sportler die Kleidung des Sponsors mit Logos tragen.
Werbung: Logo auf dem Pferderücken, auf dem Sattel, auf der Kleidung des Reiters. Bei Wettbewerben sehen das Tausende von Zuschauern und Kameras. Assoziation mit Erfolg. Wenn der Reiter gewinnt, ist auch der Sponsor ein Sieger. Prestige. Reitsport ist elitär, Sponsoring hebt den Status des Markenbildes. Einladungen zu geschlossenen Veranstaltungen (z.B. Mittagessen mit dem Prinzen). Zugang zu VIP-Lounges bei Turnieren. Möglichkeit, das Bild des Reiters in der Werbung zu verwenden (Fotografiesessions, Interviews).
Für Buchmacher — Legalisierung und Werbung (in Ländern, wo Glücksspiele erlaubt sind). Für staatliche Unternehmen — soziale Verantwortung (Unterstützung des Sports).
Ein Sponsor kann auch Steuererleichterungen erhalten (in Europa). In Russland funktioniert der Mechanismus schlechter.
Für Geschäft: Bestimmen Sie den Budget (ab 1 Million Rubel im Jahr — Mindestniveau). Finden Sie den geeigneten Reiter oder Turnier. Wenden Sie sich an die Union des Reitsports (FKSR). Oder direkt an die Veranstalter von Wettbewerben. Schließen Sie einen Vertrag: Dauer, Summe, Verpflichtungen der Parteien (welche Logos, wo platzieren, wie viele Beiträge in den sozialen Netzwerken). Stellen Sie sicher, dass der Reiter keine konkurrierenden Sponsoren hat (z.B. Rolex und Casio).
Für ein privates Gesicht: Man kann einen bestimmten Reiter über Crowdfunding (Plattformen wie Planeta.ru) unterstützen. Oder einen Anteil am Pferd kaufen (Gemeinsames Eigentum). Wird «Ehrenreiter» (Spende an die Remise).
Im Jahr 2026 wird Mikrosponsoring beliebt: 100 Menschen zahlen je 10 000 Rubel für den Kauf eines Pferdes. Dafür erhalten sie eine Marken-T-Shirt und Zugang zu einem geschlossenen Chat.
Scott Brash (Vereinigtes Königreich) — Sponsoren Rolex, Land Rover, Equiline. Pferd Hello Sanctos (Sponsoren). Kent Farrington (Vereinigte Staaten) — Rolex, Richard Mille (Uhren), Ariat. Seine Freundin ist auch Reiterin, Sponsoren sind die gleichen. Marcus Ehning (Deutschland) — Stakkato (Zuchtanlagen), Hotel Maritim. Pierre Durand (Frankreich) — Hermès (nach dem Ende der Karriere). In Russland: Igor Yarmak (Concours) — Sponsor «Sberbank»? nicht offiziell. Natalia Martynova (Vielseitigkeit) — privater Sponsor, Name nicht bekannt.
Bei vielen Reitern gibt es persönliche Sponsoren aus der Gruppe von Geschäftsfreunden.
Niedrige Popularität des Reitsports. Fußball und Eishockey ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich. Daher investiert das Geschäft nicht gerne. Fehlende Steuererleichterungen für Sponsoren. In Europa werden Spenden für den Sport von der Steuer abgezogen. Bei uns nicht. Korruption. Manchmal bleiben Sponsorengelder in der Federation hängen, erreichen nicht die Athleten. Untransparenz. Athleten können sich nicht selbst vermarkten, sie haben keine PR-Abteilungen. Unstabilität. Das Pferd kann sich verletzen, der Reiter kann aus dem Sport aussteigen.
Im Jahr 2026 verbessert sich die Situation: Es gibt private Stiftungen (z.B. «Fond podderzhki konnogo sporta»). Aber bis Europa ist es weit.
Schritt 1: Schaffen Sie ein Image. Führen Sie soziale Netzwerke (Instagram, VK, TikTok). Veröffentlichen Sie Videos von Training, Wettbewerben, der Pflege des Pferdes. Zeigen Sie das Ergebnis (Plätze, Diplome). Schritt 2: Erstellen Sie eine «Präsentation» (PDF). Fotos, Erfolge, Ziel (welcher Turnier, welche Pferd). Summe (wie viel benötigt).
Schritt 3: Suchen Sie lokale Geschäftsmänner. Tiergeschäfte, Tierärztliche Kliniken, Reitclubs. Sie brauchen Werbung. Schritt 4: Bitten Sie nicht um Geld, bieten Sie Zusammenarbeit an. «Ich werde Ihren Logo auf meiner Kleidung und dem Pferderücken platzieren. Ich werde in den sozialen Netzwerken erwähnen». Schritt 5: Nehmen Sie an Stipendien teil. Die Union des Reitsports gewährt Stipendien förderlichen jungen Reitern. Schritt 6: Crowdfunding. Plattformen: Planeta.ru, Boomstarter.
Wichtig: Fürchten Sie sich nicht vor Absagen. 99% der Unternehmen werden «Nein» sagen. Suchen Sie den 100.
Sponsoring im Reitsport ist keine Wohltätigkeit, sondern eine Investition. Und sie lohnt sich, wenn alles richtig gemacht wird. Für das Geschäft — Reputation und Status. Für den Athleten — Siege und das Leben des Traums.
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